Dienstag, 10. Juli 2007

17. Tag

Alles aufzuschreiben, was passiert wird immer schwieriger - es gibt soviel und ich versuche alles wiederzugeben und nicht die Hälfte zu vergessen.

Fallada:
Angefangen mit Handarbeit - halblange Longe. Anfangs hatte ich das Gefühl, dass sie recht steif ist, aber sie entspannte sich schnell und ihre Schritte wurden ausgreifender und weicher. Das gleiche Bild zeigte sich im Trab, anfangs waren ihre Schritte verhalten und kurz aber von Runde zu Runde wurden sie länger.
Beim Reiten ging sie sofort in Haltung und begann wieder ein bischen stacksig. Ich ließ dann meine Schultern hängen, rundete meinen oberen Körper/Rücken. So machten wir einige Runden und Fallada senkte den Kopf und ihr Gang wurde gleichmäßiger, ausgreifender und ich übte die lange Schlangenlinie. Gestern klappte sie schon ziemlich gut, ich konnte keinen Unterschied zwischen rechts und links feststellen. Im Trab eilte sie nicht, rutschte aber wieder in das Stacksen hinein. Wieder im Schritt richtete ich mich auf und so ihr Hals, sie ging sofort in Haltung. Mir fiel es auch viel leichter gerade zu sitzen, ich habe das erste Mal C8 gespürt und nach hinten nehmen können, die Schultern sind zurück gefallen und die Arme lagen an. Der Trab lief nun auch besser, er könnte noch schwungvoller sein, aber ein Anfang ist gemacht, außerdem kann ich noch nicht richtig aussitzen, und sie hatte einen leichten Kick auf der rechten Seite nach oben. An dies werde ich heute denken.
Anschließend ließ ich sie noch ein paar Runden im Schritt an der Longe gehen, dies hatte aber keine offensichtliche Auswirkung - also kein weiteres abschnauben oder so....


Anna:
Bei ihr war ein ähnliches Bild, erst wirkte sie ziemlich steif, und sie schwankte zwischen Klemmen und Eilen. Auf der rechten Hand fiel sie oft in den Trab, ich ließ sie machen und sie entspannte sich und auch bei ihr wurden die Tritte ausgreifender. Sie schnaubte ab und ich ließ es gestern bei Handarbeit bewenden.

Walki:
Als erstes bin ich mit ihr auf das kleine Viereck, hab sie aber an der Longe gelassen. Ich wollte nicht riskieren, dass sie wieder ins Schulterheraus fällt. Sie tritt nun regelmäßig auf beiden Seiten unter den Schwerpunkt. Beim Traben schanubte sie viel ab.
Beim Satteln und Aufsteigen war sie sehr zappelig - obwohl sie sich davor nicht austoben wollte . Aber sobald ich drauf saß, war sie ruhig und konzentriert. Sie fühlt sich gleichmäßig an und bleibt im Schultervor, geht aber auch nach Bedarf in Längsbiegung. Sie fiel von selber in den Trab und ich ließ sie machen. Sie hat einen wunderbar schwungvollen und ausgreifenden Trab. Lässt mich aber noch nicht sitzen. Ich nahm die Zügel gestern teilweise ein bischen auf, und sie ließ es auch geschehen, sobald sie ein bischen mehr Druck draufgab, ließ ich sofort nach. Das einzige ist, dass ihr Rücken noch nicht richtig oben ist, anhalten, weitergehen, antraben, parieren, hilft schon aber er fällt dann auch schnell wieder runter. Vielleicht kommt es dann mit dem Galopp oder wenn das Rückwärtsrichten dazu kommen kann.

Mira:
Ganz zum Schluss bekam ich Mira zum Reiten, da Anja starke Rückenschmerzen hatte. Ich begann ohne Sattel und freute mich einfach nur, an diesem süßen kleinen Kerl. Außerdem war es ein totales Freizeitgefühl. Er ist nicht mein Pferd, ich brauch nichts zu tun.... Er lief wunderbar vorran, blieb auf der Spur, reagierte auf Schulterdrehen etc. Ich fing an zu Traben und er blieb im Jog, was mir ohne Sattel auch sehr recht war, aber da er durchaus auch durchtreten soll, stieg ich ab und Sattelte ihn. Sobald er den Sattel drauf hatte, war er ein komplett anderes Pferd, was aber auch mit meiner Einstellung zusammenhängen kann. Für mich war das auch so, Sattel drauf und jetzt wird gearbeitet. Er begann zu klemmen, aber in anderer Art als meine, eher so, warum soll ich laufen, wenn du dich umschaust oder mich nicht aufforderst? Im Trab bekam ich ihn dann in die Gänge und er Schritt richtig aus, ich galoppierte auch, alles geht wunderbar. Er wollte nur nicht ins Schultervor, stemmte sich mit aller Kraft dagegen, ich blieb aber unnachgiebig und hielt ihn mit allen meinen Mitteln fest, anfangs wurde er noch zum "Würstchen" , wand sich unter mir hin und her und versuchte alles um nicht gerade zu bleiben, aber nach einer Weile ließ er sich drauf ein und strengte sich an. Auf den Geraden schaute ich, dass er ganz gerade blieb. Ich begann auf der rechten Hand zu traben, nach einer Runde (auch im Schultervor) begann er abzuschnauben und abzuhusten, danach spürte ich richtig wie sich etwas gelöst hat und er noch freier ausschreitet. Auf der linken Hand hat er noch größere Schwierigkeiten mit dem Schultervor, auch im Trab fällt es ihm da schwerer, aber er ist willig und lässt es mit sich machen. Ich denke, dass es schon gut ist, wenn er wieder konstant mit Sattel geritten wird, allein für das Traben und auch mehr "Arbeitsstimmung" bei ihm aufrecht zu erhalten. Außerdem finde ich es leichter zu spüren und zu korregieren, wenn ein Sattel aufliegt. Aber das muss Anja natürlich selber entscheiden.
Ich war aber sehr beeindruckt wie gleichmäßig er im Schritt gegangen ist, im Trab im Grunde auch und vorallem wie prombt er auf die heruntergelassenen Absätze reagiert. (Vielleicht ist das auch ein Grund warum er mit Sattel weniger Vorwärts ist, weil dabei die Absätze tiefer sind also ohne und er auf heruntergedrückte Absätze mit Anhalten reagiert??!!)
Wenn das Schultervor noch besser geht, ist er ein super Pferd!

Sonntag, 8. Juli 2007

16. Tag

Fallada:
Bei ihr hat sich die Frage gestellt, ob es sinnvoll ist vor der konzentrierten Arbeit einen Freilauf zu machen. Da es aber Pferde wie Fallada oft wieder schiefer machen kann, habe ich direkt mit der halblangen Longe angefangen. Sie war sehr ruhig und arbeitete gut mit.
Beim Reiten war sehr schön, dass ihr Rücken viel ruhiger geworden ist, sie nicht mehr hin und her schwankte, dies wurde stärker, wenn ich sie mehr antrieb. Sie richtete ihren Hals schön auf, sah wunderschön aus. Ich versuchte einen kleinen Trab, dabei spürte ich, dass die Sache mit ihrem Rücken (die Veränderung durch die Talweide) noch nicht ganz aus der Welt ist. Nach mir ist noch Frau Sander aufgestiegen und hat eine Bestandsaufnahme gemacht. Deutlich wurde, dass Fallada auf der linken Hand steifer wendet. Dies versuchte sie dann zu korregieren. Im Trab setzte sie alle ihre Mittel ein um sie weicher und weiter ausschreitend zu bekommen, dh sie hielt sie in Anlehnung, damit sie beim Abkauen sich lösen kann, außerdem aktivierte sie den Motor mit Hilfe ihres unteren Rückens. Dies war ein Ding, was ich nicht richtig hinbekommen habe. Durch das starke Ansprechen ihrer Schwierigkeiten, kann es sein, dass Fallada morgen Schwierigkeiten hat, es muss aber immer wieder sein, bis zu den Grenzen zu gehen und da man nicht immer genau weiß wo diese sind, passiert es eben auch das man darüber hinaus geht. Wir werden sehen, wie Fallada sich morgen verhält.

Anna:
Bei ihr lief die Handarbeit nicht so toll, sie klemmte sehr stark und stellte sich auch ein bischen gegen die Zusammenarbeit. Beim Reiten war es schon besser, aber ich habe sie nicht richtig in die Gänge bekommen. Ich "kämpfte" darum, dass sie gerade bleibt, nicht unter mir wegschwabbelt, dies klappte alles auch recht gut, aber ich kam nicht so richtig Vorwärts und hatte auch wieder mehr mit mir und meinem Sitz zu kämpfen, da ich wieder stark gegen mein Hohlkreuz ankämpfen muss und dann die Beine anfangen zu ziehen, wenn ich das Becken weit vordrehe und dann meine Schultern einfallen. Auch bei Anna machte Frau Sander eine Bestandsaufnahme und auch bei Anna bemerkte sie, dass ich den Motor nicht richtig ansprechen kann, dies liegt wahrscheinlich an meinem Hohlkreuz und auch wenn ich mich bemühe gerade zu sitzen, müssen sich erstmal alle Muskeln, Bänder, Sehnen neu anpassen und strecken, dies kann noch eine ganze Weile dauern. Frau Sander ging bei Anna auch an die Grenze (oder darüber hinaus?) indem sie ganz konsequent und ohne wenn und aber ihr rechtes Hinterbein ansprach, morgen werden wir sehen, ob Anna steif oder gerade gerichtet ist - ich wäre für letzteres....

Samstag, 7. Juli 2007

15.Tag

Wieder ein sehr lehrreicher Tag.

Fallada:
Aufgrund der Bedenken vom Tag zuvor, haben wir uns entschieden nicht zu Reiten, sondern Handarbeit zu machen. Ich arbeitete mit ihr an der halblangen Longe, ließ sie auf beiden Händen nur im Schritt gehen und setzte immer wieder das Mittel des Seitwärtstreten ein. Hierbei begann sie vorallem auf der rechten Hand abzukauen. Als ich sie dann auf der linken Hand Vorwärts gehen ließ, schnaubte sie ab. Ich denke wir sind wieder auf einem recht guten Weg. Ich bin außerdem sehr gespannt, wie sie nach dem Stehtag sein wird. Ich freue mich sehr, dass trotz der offensichtlichen Schwierigkeiten ihr Wille mitzuarbeiten steht vorhanden ist.

Anna:
Mit Anna begann ich auch wieder an der halblangen Longe. Sie lief wieder schön ohne zu klemmen, bei ihr setzte ich auch wieder das Seitwärtstreten und dass am Kopf führen ein. Bei der letzten Übung hält man den Kopf in Längsbiegung und das Pferd muss in Richtung Schwerpunkt treten, auch Anna leckte und kaute dann ab.
Beim Reiten klappte es auch gut, bis ich wieder an ihren Grenzpunkt kam und sie zu Klemmen begann. Ich hielt sie im Schultervor (versuchte es zumindest) und wendete viel, dadurch gab es viele Wechsel. Zum Schluss fühlte sie sich gleichmäßig an und ihr Hals war auf den Geraden richtig gerade und sie wendete auf beiden Seiten gleich.

Walki:
Gestern hatte sie wieder einen enormen Vorwärtsdrang. Ich wollte sie auch an der halblangen Longe aufwärmen, sie fiel aber immer wieder in den Trab, im Grunde ist das nicht so schlimm, ich musste ihr dann aber mehr oder weniger hinterherrennen, außerdem hatte ich das Gefühl dadurch ein Stück kontrolle zu verlieren, sie rennt und ich hinterher. Wir beendeten dies und ich ließ sie auf dem großen Platz sich erstmal ausrennen. Es benötigte nicht viel Aufforderung und sie wetzte hin und her. Danach war es schon besser, wir machten noch ein paar geordnete Runden an der Hand, dann stieg ich auf. Das erste Mal, dass sie nicht losschoss, sondern gleich schön ruhig ging. Mir und meinem Sitz ging es auch schon viel besser, ich konnte recht ruhig sitzen, ohne immer rumtüfteln zu müssen, am Vortag hatte ich auf Walki ziemlich verschränkte Schultern, dies war auch viel besser. Außerdem wendete sie recht gut und fühlte sich immer gleichmäßiger an. Das einizige ist nun ihr Rücken, der wieder mehr nach oben kommen muss, dies werde ich das nächste Mal mit Strecken meiner Wirbelsäule versuchen.

Padan:
Aufgrund ihres Verhalten am Vortag, änderte ich mein Programm und ging nicht mit ihr auf den kleinen Reitplatz, sondern führte sie im Innenhof, dabei entfernte ich mich immer weiter von ihr, bis sie fast auf halblange Longen Entfernung lief. Die meiste Zeit ging es sehr gut, manchmal erschrak sie vor der Peitsche, oder kam zu mir rein aber im Grunde war es gut.
Außerdem legte ich ihr am Putzplatz die Decke und einen Gummigurt auf. Ich hielt den Gurt mit den Händen zusammen, sie schaute einmal komisch, aber ließ es anstandslos mit sich geschehen. Sie ist schon ein beeindruckendes Persönchen!

Freitag, 6. Juli 2007

14. Tag

Fallada:
Um sie mach ich mir ein bisschen Sorgen. Unter dem Sattel hab ich nichts komisches bemerkt, sie lief ganz schön, wollte zwar nicht ins Schultervor und in die Längsbiegung, aber dies wurde immer besser. Im anschließenden Freilauf zeigte sich aber, dass ihr rechtes Hinterbein klemmt, sie zog es leicht nach, wollte nicht mehr galoppieren und im Trab hatte sie die Tendenz zum Eilen. Außerdem hat sie seit ein paar Tagen Durchfall, was in schnelleren Gangarten deutlich wird. Frau Sander, wenn sie sie heute mal anschauen würden??

Anna:
Ihr Schritt wird immer besser, ich hab das Gefühl, dass ihr Motor wieder angesprungen ist, obwohl noch nicht alles komplett gut ist. Man merkt schon, dass sie immer noch Schwierigkeiten hat, aber sie arbeitet daran, und ich mit ihr. Vielleicht kommen wir heute ja zu einem besseren Ergebnis, ich merke auch, dass ich wieder viel besser spüren und reagieren kann, da mein Selbstvertrauen langsam zurück kommt.

Walki:
Dank Frau Sander, haben wir einen guten Schritt Vorwärts gemacht. Sie lief eine ganze Weile im Schulterheraus und ich habe sie nicht herein bekommen. Mit Hilfe ging es dann, wir machten gezielte Wendungen und Seitenwechsel und Walki begann zu kauen. Ihre Hinterhand fühlte sich auch viel besser an, nicht mehr so wackelig und undefiniert.
Im Anschießenden Freilauf auf dem großen Platz galoppierte sie viel und buckelte einmal kräftig auf der rechten Hand.

Padan:
Zu Anfang lief es noch gut und wie gewohnt, sie lief auf der rechten Hand im Schritt und im Trab ruhig und entspannt. Auf der linken aber hatte sie wieder das Problem, dass sie abkürzte und in einer Ecke stehenblieb. Dieser Fehler, hat sich nun so fest eingenistet, dass ich ihn einfach nicht wegbekommen habe, ich begann sie zu führen, dies klappte wunderbar, aber sobald sie wieder frei war, blieb sie wieder stehen. Ich wurde immer genervter und stachelte sie dadurch noch an. Für den nächsten Tag, muss ich einen Weg finden, dieses Problem zu lösen bzw. es gar nicht mehr soweit kommen zu lassen.

Donnerstag, 5. Juli 2007

13. Tag

Wie es aussieht scheint das Halftern von Padan kein Problem mehr zu sein - ich freue mich sehr. Aber ich weiß nicht, wie ich mit ihr weitermachen soll. Welche Schritte lohnt es sich denn noch zu gehen, da ich sie ja selber nicht einreiten kann...

Fallada:
Hab sie leider über meinen Sitz etwas vergessen, war so damit beschäftigt alles so zu machen, dass es sich einigermaßen gut anfühlt, dass ich sie dabei nicht so richtig beachtete. Sie lief aber recht gut, entspannter als am Anfang, rannte nicht mehr so und reagierte trotz meiner "Abwesenheit" gut auf Schulterdrehung etc. Sie wollte jedoch auch nicht anhalten, dies werde ich heute dann auch nicht mehr so arg forcieren. Und mich vorallem mehr auf ihren als auf meinen Körper konzentrieren.

Anna:
Eine Stunde war wohl etwas zulange, erst halblange Longe, dann Reiten, dann Longe. Zum Schluss merkte ich richtig wie sie sich einfach nicht mehr gerade, bzw. in Längsbiegung halten konnte. Beim Reiten lief es viel besser als sonst. Sie lief flüssig und gut Vorwärts, klemmte so gut wie gar nicht und ließ sich auch oft auf die angewiesene Längsbiegung oder das Schultervor ein. Manchmal bei den Geraden stellte sie das Genick schief oder wollte es genau in die falsche Richtung halten. Sie reagierte schön auf mein Schulterdrehen etc, so das ich glaube, dass meine Impulse wieder fließen.

Walki:
Bei ihr begann ich mit einem Freilauf auf dem großen Platz. Wegen dem Stehtag wollte ich sie sich erstmal ausrennen lassen. Dies war aber gar nicht nötig, sie blieb erst eine Weile im Schritt, was mich freute, da sie sich so in Ruhe aufwärmen konnte. Dann Trabte und Galoppierte sie ein bischen, aber nicht wild sonder eher ruhig und vorallem sehr schwungvoll.Beim Reiten, lief sie auch gut Vorwärts, wollte sich aber immer wieder unter mir "wegwinden", also dem Schultervor oder der Längsbiegung entgehen. Es dauerte eine Weile, bis sie sich drauf einließ, aber dann klappte es gut. Mich freute auch sehr, dass sie nicht klemmte, sonder gut Vorwärts lief. Danach hatte sie aber noch einen großen Bewegungdrang und ich longierte sie auf dem großen Platz. Sie trabte schön ausgreifend und schnaubte dabei ab. Nach ein paar Runden im Schritt hörte ich auf, an dem Punkt an dem ich merkte, jetzt kann sie nicht mehr, jetzt fängt sie wieder an , aus der Längsbiegung zu gehen.

Freilauf: Kindergarten
Zum Abschluss machte ich einen Freilauf mit der Gruppe um Mira. Sie schienen es zu genießen und wetzten freudig über den Platz. Interessant war, dass Mira alle anderen angiftete und sich recht oft von der Gruppe absonderte, aber bei Ansprache wie wild herumgaloppierte.

Montag, 2. Juli 2007

12. Tag

Heute Morgen habe ich wieder mit Dehnübungen angefangen und meinen Körper vor dem Spiegel auf Ungleichheiten durchgecheckt. Ich habe aber keine erkennen können.
Bei unserem Pow-Pow heute, habe ich vorallem eines begriffen, was irgendwie nicht so ganz in meinem Kopf drinnen war, dass hier jeder ganz individuelle Ansprüche, Ziele, Vorstellungen hat und dass dadurch auch die Ansprüche von Frau Sander ganz individuell sind. Ich musste mir erstmal bewusst machen, dass es ganz klar und eigentlich auch natürlich ist, dass es etwas ganz anderes ist, ob man Pferde Ausbilden lernen möchte, oder ob man nur so Reiten lernen möchte. Und das sich so natürlich auch für mich einiges ändert - geändert hat, was mich nun aber freut, bzw ich damit besser umgehen kann. Wobei ich trotzdem eine Verunsicherung mit mir herumtrage. Das wird sich aber sicher/hoffentlich in den nächsten Tagen wieder legen - falls mich Frau Sander bis dahin nicht aus dem Stall verbannt hat - weil ich zuviele Fragen stelle... :-)

Fallada:
Zum Aufwärmen habe ich sie ca. eine Viertelstunde geführt. Dabei ist teilweise Anja teilweise hinter uns mitgelaufen und hat die Hinterbeine kontrolliert. Ihrem Urteil zufolge hat Fallada gut in Richtung Schwerpunkt getreten. Beim Reiten war ich zeilich mit mit und meinem Sitz beschäftigt und habe darüber Fallada ein bischen vergessen, aber sie ließ mich auch gewähren, wurde immer ruhiger und zum Schluss schritt sie gut aus.

Anna:
Sie wärmte ich an der halblangen Longe auf, mit großer Hilfe von Frau Sander ging sie teilweise ganz gut. Es war als ob ein Vorhang aufging - das Durchkommen. Ich lernte neue Dinge, wie z.B. das ich das Pferd an der Stelle treiben muss, an der das Reiterbein normalerweise liegt. Ich hatte davor immer versucht an das Dreieck zu denken, also die Peitsche nach hinten zu halten. Aber es funktionierte gut, wenn ich sie in der Mitte trieb.
Bei ihr musste ich mich schon nicht mehr ganz so sehr nur auf meinen Sitz konzentrieren, achtete also mehr auf Anna, da ich auch große Angst davor hatte wieder etwas falsch zu machen. Teilweise lief sie ganz gut, teilweise begann sie wieder zu Klemmen. Im Großen und Ganzen war ich sehr zufrieden mit ihr.

Walki:
Auch bei ihr begann ich an der halblangen Longe. Durch die Arbeit mit Anna und Frau Sander bin anders auf sie eingegangen. Sie lief gut im Takt und vorallem am Anfang war ihr Hals sehr gut, jeh länger ich machte , desto weiter streckte sie ihn wieder aus der Längsbiegung raus. Dies versuchte ich dann beim Reiten zu beachten. Ich merkte, dass ich ihr ziemlich oft am Zügel zupfen musste, damit sie in Längsbiegung bleibt und in Gangrichtung schaut. Für mein Gefühl, hat sie sich gut angefühlt, ich konnte fast keine Unregelmäßigkeiten spüren. Manchmal, merkte ich wie sie versucht, dem belasten des rechten Hinterbeins zu entgehen, korrigierte ich dies, versuchte sie es nicht so schnell wieder. Das einzige war, dass sie nicht wenden und nicht anhalten wollte. Vorallem das Wenden beunruhigt mich etwas, vielleicht kommt das aber auch noch von alleine.

Mit meinem Sitz hatte ich immer wieder zu kämpfen. Anfangs schmerzten die Beine sehr, da ich das Ausdrehen und nach hinten bzw gerade halten nicht gewöhnt bin. Hatte ich dies einigermaßen im Griff, und begann den Rücken besser zu strecken, fiel ich leicht ins Hohlkreuz, behob ich dies, sackte ich wieder ein bisschen zusammen, hatte ich obenrum alles einigermaßen geklärt, verkrampften sich die Beine oder rutschten wieder vor, und das Spiel begann von vorne. Zum Schluss ging alles zusammen aber schon viel besser und ich merkte auch wie Walki auf mich und meinen Körper anspringt.

Padan:
Wieder das kleine Viereck - heute ist dort aber eine längsgezogene Pfütze. Auf der rechten Hand läuft Padan ohne Probleme im Schritt und Trab ruhig vorbei, nachdem ich die Hand wechselte, fuhr sie ziemlich hoch, wollte auf gar keinen Fall an dieser mörderischen Pfütze vorbei. Sie rannte mit voller Wucht in die Ecken, schnaubte laut und warf die Hufe in die Höhe. Ich beruhigte sie und lief nebenher, an der Pfütze vorbei, wenn sie den Kopf weghielt, also in meine Richtung, dann war diese Pfütze wiederum kein Problem mehr. Zog ich mich aber wieder von ihr zurück um wieder in der Mitte zu stehen, wurde sie wieder nervöser. Da sie im Ganzen aber nicht so einen Bewegungsdrang hatte, beendete ich das laufen lassen früher als sonst. Sie kam direkt wieder auf mich zu und lief mir hinterher, dies war dann später am Anbindeplatz das Problem. Im Grunde stand sie schon still, aber nur solange ich in der Nähe, um sie war. Ging ich weg, folgte sie mir, mit den Ohren, den Augen, dem Hals/Kopf und schließlich mit dem ganzen Körper. Aber das Stillstehen dauerte heute insgesammt schon länger und sie zappelte auch nicht als ich ihr die Decke auflegte. Ich ließ sie das erste Mal ohne Halfter schlafen/ auf den großen Platz und bin sehr gespannt ob die Jungs sie am Morgen aufhalftern konnten, nach Theorie dürfte es kein Problem gewesen sein.

Sonntag, 1. Juli 2007

11. Tag

Fallada:
Wir sind zuerst auf den großen Platz gegangen. Dort habe ich sie laufen lassen. Erst war alles gut, sie lief frei wunderbar auch später an der Longe war noch alles gut, aber jeh länger ich machte, desto nervöser und unwilliger wurde sie. Lag vielleicht daran, dass Florens neben an mit Pepita war und die Peitsche knallen ließ, oder am Wetter oder keine Ahnung. Ich bekam sie dann so hin, dass es einigermaßen ging, dann habe ich sie weggestellt und werde sie abends nocheinmal holen.

Anna:
Mit ihr lief es dagegen auf dem Platz sehr gut. Im Freilauf hob sie den Schweif ganz nach oben, schnaubte und hustete ab und hielt den Kopf oben und schön getragen. Auch ihr Trab war sehr ausgreifend und schwungvoll. An der Longe lief sie auch gut, etwas verhaltener und mit gesenkterem Kopf aber fleißig und aufmerksam. Frau Sander ist danach geritten. Auf ihren Bericht bin ich gespannt, für meinen Teil habe ich nur beobachtet, dass sie auch beim geritten werden ihren Schweif schön getragen hat.

Walki:
Als erstes führte ich sie einfach auf dem großen Platz. Sie lief gut mit, hielt den Kopf in meine Richtung und schien (so wie man das bei einmal umdrehen beurteilen kann) gut unterzutreten.
Beim zweiten Mal ließ ich sie auf dem großen Platz frei laufen. Sie blieb erst eine Weile im Schritt, dann ließ ich sie antraben, sie hob den Schweif und den Kopf, schnaubte ab, danach ließ ich sie angaloppieren. Erst galoppierte sie ruhig und gelassen, dann trabte sie ganz zum anderen Ende, und wetzte die gesammte Bahn wieder runter. Nach ein paar Mal, kam sie zu mir, ich werte dies gerne als Zeichen, so nun ists genug, lass uns arbeiten. Ich nahm sie daraufhin an die Longe und sie ging weiterhin wunderbar. Ihr Kopf/Hals wird immer besser, sie reagiert sofort auf Tempowechsel und scheint sich auch damit abgefunden zu haben. Ich bin darüber sehr froh, konnten wir in der letzten Einheit ja überhaupt nicht miteinander am Boden arbeiten.

Padan:
Mit ihr sich zu beschäftigen ist einfach ein Spaß, sie lernt so schnell und sie scheint es richtig zu genießen etwas zu tun. Mit ihr machte ich auch einen Freilauf auf dem großen Platz. Sie bewegte sich wieder ca. eine halbe Stunde ohne Unterbrechung und vorallem auch ohne richtig warm zu werden. Im Gegensatz zu gestern kam sie heute ganz von alleine und ohne zu zögern auf mich zu, ließ sich wieder problemlos aufhalftern und stand ganz ruhig dabei. Am Putzplatz war sie auch schon viel ruhiger, stand immer wieder mit leicht gesenktem Kopf da. Ihre Hufe gibt sie nun alle, aber nicht sehr lange. Ganz zum Schluss führte ich sie noch ein paar Runden, das klappte soweit auch ganz gut, sie reagiert nur sehr sensibel auf die Gerte und schreckte immer hoch, wenn ich sie damit berührte. Außerdem wollte sie nicht immer dann anhalten, wenn ich anhalten wollte, aber ich denke das sollte kein Problem werden hinzubekommen.

Fallada:
Das zweite Mal wollte ich sie mal wieder Reiten. Ich führte sie zuerst ein paar Runden, dann hatten wir nocheinmal eine Pause und als wir losritten, begann sie sofort sehr schnell zu gehen. Ihre Steifheit war weg, sie fühlte sich wieder so an wie das letzt Mal als ich sie geritten bin. Bei diesem Ritt ging es darum, dass sie Schritt geht und ich an meinem Sitz arbeite. Ich verspannte mich immer wieder im Rücken und wenn dieser gerade mal in Ordnung war, dann verspannten meine Beine, da Florens nebenher lief und mich immer korrigierte, wenn sie wieder zu weit nach vorne fielen. Mir fiel es ziemlich schwer sie in der Falllinie zu halten, aber es wurde immer besser/einfacher und auch Fallada beruhigte sich von Runde zu Runde, teilweise wurde sie wieder zu langsam. Aber es lag sicher auch an mir, da ich soviel ausprobierte.