Gestern war ein sehr intensiver Tag für mich. Wie zu Beginn erwähnt, komme ich aus dem Rai-Reiten (siehe Rechercheblog und Video). In der Zeit hier, habe ich mich ein Stück weit davon entfernt, niemals, weil ich die Grundsätze nicht vertreten konnte, da stehe ich nach wie vor dahinter. Eher wegen einerseits der Eröffnung etwas neuem, was sich bis in die Physiologie erklären lässt und andererseits aber auch, weil sich kein Austausch zwischen uns hier und meinem Rai-Kontakt Zuhause herstellen ließ.
Ich weiß gar nicht, ob sich Fred Rai bewusst ist, was er da physiologisch mit den Pferden macht...
Gestern hatte ich wieder mal Probleme mit Lacor und ich versuchte es auf Rai-Art zu lösen. Wie erwartet klappte es wunderbar, hinzu kommt nun mein Wissen über den Pferdekörper, ich versuche weiter unten die Vorgänge physiologisch zu erklären. Aber der Reihe nach, erstmal die Situation und mein Vorgehen, sowie Beobachtungen:
Von Lacor wissen wir nun über seine Probleme im Rücken, das Heben des Rückens, das Schließen der Kruppe (welche Auswirkungen das hat ist bitte nachzulesen unter: http://otherideas.typepad.com/begriffe/2007/04/ und Kruppenschluss , sowie Fragen zum Kruppenschluss), außerdem kommen bei ihm auch schlechte Erfahrungen von früheren Reitern dazu - fehlendes Grundvertrauen. Nun konnte ich nur richtig mit ihm auf dem großen Platz arbeiten, zwecks der bessern Galoppmöglichkeiten, was ihm beim Kruppeschließen sehr hilft. Um dahin zu gelangen müssen wir durch einen Durchgang hindurch, wo auch Heu und Stroh gelagert wird. Immer wieder scheute Lacor davor zurück. Mal ging er problemlos durch, dann wieder nicht. Da ich weiß, dass er keine richtige Angst davor haben kann, ärgerte mich sein Verhalten. Da er Gestern gar nicht durch wollte. Bewusst wurde mir, dass genau in solchen Fällen viele Menschen nicht nach einer Lösung suchen sondern sie Gerte einsetzen. Ich stieg ab und begann ihn durchzuführen. Laut schnaubend folgte er mir. Ich lief sooft hin und her, drehte Runden um die Säulen etc. bis er nicht mehr mit der Wimper zuckte. Danach stieg ich wieder auf, neu motiviert, ritt drauf zu und er ging durch, wunderbar, um ihm seine "Angst" ganz zu nehmen, drehte ich um und versuchte es wieder. Er blieb davor stehen und war nicht zu überreden auch nur einen Fuß hindurch zu setzten. Ich erinnerte mich, was ich wohl früher gemacht hätte. So stieg ich wieder ab und zog Lacor das "Bändele", ein Schnurhalfter, an. Ich begann mit den Führübungen am Boden, wie ich hoffte und auch erwartete, waren diese kein Problem. Hierbei geht es darum die Dominanz über das Pferd zu erlangen, zum Leittier zu werden. Diesen Status habe ich bei Lacor, am Boden zumindest, schon lange. Deutlicher wurde aber seine Kopf-/Halshaltung, langer Hals, Kopf richtung Boden, mit dem Ausdruck im Gesicht, nach mir die Sintflut. Ich führte ihn also so durch den Durchgang, kein Problem. Ich stieg auf. Er schien erstaunt über die neue Kopffreiheit zu sein, machte es aber gut. Ich begann mit den Übungen zu Pferd. D.h. Volten, stehen, rückwärtsrichten, kleine Acht, bei Ungehorsam "Dominanzvolte" ( ein schnelles drehen des Pferdes, wobei der Hals weich und so weit wie möglich beim Reiterbein sein soll). All dies machte Lacor sehr gut. Schnell streckte er den Hals weit nach unten, schnaubte ab, hob seinen Rücken, lief Vorwärts. Nun der Test: ich bewegte mich auf den Durchgang zu. Er blieb stehen. Nach einer Aufforderung ging er jedoch durch. Ich drehte ein paar Runden hin und her. Es ging. Auch auf dem großen Platz klappte es ganz gut, ich musste mich auch erst wieder an die Abgabe der Kontrolle über den Kopf gewöhnen, sowie dass feines Arbeiten schwer ist. Erstaunlich fand ich, dass ich automatisch beim Trab ausgesessen bin (was bei Lacor nie der Fall war) und er in den Jog gefallen ist, was er davor auch nie gemacht hat. Er wirkte entspannt, aber teilweise auch noch etwas unisicher ob dieser neuen Freiheit.
Nun zu den Erklärungen:
Klar ist, dass ich durch die Dominanzübungen zum Ranghöheren wurde, er sich mir anvertraut und Ängste überwindet. Hilfreich ist natürlich dabei das Weglassen der Trense bei Pferden die damit schon schlechte Erfahrungen gemacht haben. Diese Dominanz ist aber nicht alles. Lacor hat nachweislich schwierigkeiten im Körper und nur durch Dominanz sind diese nicht weggeblasen. Der Schlüssel ist das Schließen der Kruppe. Durch die Übungen am Boden und zu Pferd, wird dies eingeleitet. Stehen, wieder Antreten, Rückwärtsgehen, alles Dinge die die Hinterhand beanspruchen und das Pferd zum Rückenheben veranlassen. Die engen Volten: Das Pferd tritt automatisch unter den Schwerpunkt, die Innenseite wird verkürzt, der Hals geschmeidig und die Außenseite gedehnt. Durch die Freiheit ist das Pferd darauf angewiesen sich selber um seinen Körper zu kümmern, muss seinen Hals selber richtig tragen etc. Wie sich das weiter auswirkt bleibt zu beobachten. Ob er seinen Hals so stabilisieren kann muss beobachtet werden. Er hat auf jeden Fall gut auf alles reagiert, ist auch kein Wunder, spricht es doch genau seine Schwachstellen an. Das Rai-Reiten wird als gewaltfreie und sanfte Reitart propagiert. Gewaltfrei auf jeden Fall, aber ob sie so sanft ist... Das Schnurhalfter hat die gleiche Wirkung auf den Pferdekopf wie jedes andere Halfter auch. Außerdem sind die Bewegungen sehr stark, die der Mensch und dadurch auch das Pferd ausführt. Dieses enge Wenden dürfte sehr schiefen Pferden schwer fallen, da ihre Außenseite nicht genug gedehnt ist und das rechte Hinterbein das Tragen des Körpers nicht mehr gewohnt ist. Wenn man nun diese Übungen dem jeweiligen körperlichen Zustand des Pferdes anpasst, sehe ich eine gute Möglichkeit die Pferde zu starten. Unser Reiten hier weicht davon nicht sehr ab. Die Bewegungen sind die Gleichen. Wir benutzen nur ein Gebiss und unser Einwirken ist viel kleiner und feiner. Das Gebiss erlaubt es den Unterkiefer zu aktivieren, dadurch den Pferdekörper noch viel spezieller zu erreichen, da Pferde viele Dinge durch bewegen des Unterkiefers lösen können. Mit richtig geführter Hand wird das Gebiss so gut wie nicht eingesetzt, verursacht keine Schmerzen, es kommt also auf den Reiter an. Warum sollten Pferde, wenn das Gebiss wirklich richtig schmerzhaft ist, von alleine hineinbeißen?? Ich zwinge keines der Pferde das Gebiss ins Maul zu nehmen! Mit Lacor werde ich weiter ohne Reiten und sehen wie er sich entwickelt. Geklärt sein dürfte, dass es nie eine Entscheidung für oder wider das Rai-Reiten ist/war/wird. Jetzt da ich es auch physiologisch verstanden habe, gefällt es mir fast noch besser. Aber ich bin auch nicht gegen das Gebiss - ich bin für einen konstruktiven Austausch der Reiter, der Erfahrungen und der Erkenntnisse um am Ende für jeden das Beste herauszufinden.
Soviel dazu, nun zu den anderen....
Anna:
Sie lief wieder sehr schön. Ich hatte auch das Gefühl, dass das rechte Hinterbein wieder richtig trug. Jedoch wirkte sie beim rausbringen auf die Weide, als sie davon galoppierte etwas steif. Mal sehen....
Fiona:
Mit ihr klappte es auch wieder sehr gut. Ich ging auf den großen Platz zum galoppieren und es war gut. Ich versuchte verschiedene Galoppschnelligkeiten, also schneller an den Geraden ruhiger in den Kurven, sie reagierte super auf die halben Paraden. Durch meinen Abschwenker ins Rai-Reiten, hab ich glaub ich auch meine Aussitzposition im Trab wiedergefunden. Es fiel mir wieder viel leichter.
Mittwoch, 9. Mai 2007
Dienstag, 8. Mai 2007
14. Tag
Gruppe So, im Freilauf:
Sehr interessant zu beobachten war die Reaktion der Gruppe auf den kleinen Sprung der aufgebaut auf dem Reitplatz steht. Anfangs liefen sie einfach daran vorbei. So und Phili entdeckten ihn als erste. So. sprang ziemlich häufig darüber, drehte sogar manchmal danach um und sprang ein weiteres Mal darüber. Phili folgte ihr. Oder sie liefen im Schritt darüber hinweg. Als nächste folgte Fallada, auch sie ging darüber hinweg, ohne dass ich sie auforderte dies zu tun. Bei So merkte ich richtig, dass es ihr spaß macht, danach galoppierte sie noch schneller und irgendwie schwungvoller. Als ich sie alleine ließ um sich zu wälzen und sie auszulaufen, beobachtete ich, dass So ihre Gruppe zusammen hielt und sie dann alle nach einander im Gänsemarsch über diesen kleinen Sprung im Schritt gingen. Ich wusste schon, dass es physiologisch für Pferde gesund sein kann zu springen, hatte aber nicht damit gerechnet, dass sie auch wirklich freiwillig darüber gehen und selber merken, dass es ihnen gut tut. Wie auch später bei Lacor beobachtet, bin ich mir langsam sicher, dass Pferde ein richtiges Körperbewusstsein haben, sich und ihre Fähigkeiten gerne selber erkunden.
Lacor:
Nach dem putzen vergaß ich das Führen und wollte direkt aufsteigen. Dabei schloss er die Kruppe und hob den Rücken so stark, dass es zu einer Buckelbewegung kam. Da ich an einer ungünstigen Stelle war, sprang ich wieder herunter um ihn ersteinmal an der halblangen Longe zu führen. Frau Sander erklärte mir, dass es bei Pferden die Schwierigkeiten beim Rückenheben haben, oft zu Spannungen kommt, wenn sie es versuchen, um sich ihnen Luft zu machen fangen sie an zu buckeln, was man auch bei jungen Pferden beobachten kann. Dies ist keine böse Absicht oder der Wille den Reiter loszuwerden. In der Mitte der Reitbahn oder auf freiem Gelände stellt dies in der Regel kein Problem dar. Ist man jedoch wie ich an einer ungünstigen Stelle ist es sicherer nocheinmal abzusteigen, um nicht unnötige Risiken auf sich zu nehmen. An der Longe ging er ganz gut, ich musste aber immer darauf achten, dass er Abstand zu mir hält. Bei zweiten Aufsteigen lief alles wie gewohnt. Durch Regen und Wind herrschte auf dem Reitplatz eine große Unruhe. Lacor war ziemlich angespannt und machte Anstalten zu scheuen. Ich merkte aber, dass es keine echte Angst war und konzentrierte mich darauf, dass er sich entspannte. Er reagierte gut darauf, machte den Hals lang und hob immer wieder von selbst den Rücken. Ich ließ ihn machen und so verfiel er selbstständig in Trab und Galopp sobald sein Rücken wieder unten war. Diese Selbsteinschätzung bewunderte ich sehr. Er begann dann jedoch wieder mit dem Rücken zu schwanken und unruhig im Hals zu werden. Hielt ich ihn zur Konzentration an, wurde es schnell besser. Ich ließ ihn auch im Schritt über das kleine Hinderniss gehen und hatte das Gefühl ihm dabei beim Schließen der Kruppe / heben des Rückens zu helfen. Ich denke wir sind auf einem guten Weg, da er wieder mehr auf mich reagiert und nun auch richtig mitarbeitet.
Anna:
Anna hab ich die letzten Tage etwas vernachlässigt und gestern die Quittung bekommen. Ihr rechtes Hinterbein war wieder viel schlechter. Ich longierte sie und hielt sie immer an richtig zu treten. Erst am Ende, nachdem ich sie Seitwärtstreten ließ wurde es besser. Es tut mir leid, Anna, ich kümmere mich wieder mehr um dich!
Fiona:
Da ich sie Vorgestern geritten habe und sie gestern wieder reagierte, als ich sie am Rücken striegelte, beschloss ich sie nur zu longieren. Ich bot ihr das Frei-Springen an. Erst im Schritt, dann Trab, dann Galopp. Auf der rechten Hand machte sie dies wunderbar, sprang sehr schön frei und weit. Auf der linken Hand legte ich es gleich an. Im Galopp sprang sie jedoch zu früh ab und stieß mit den Hinterbeinen an die Stange. Sie galoppierte danach noch weiter, aber etwas steif. Ich ließ sie dann noch einige Runden im Schritt gehen, aber sie blieb noch ein bischen steif, mal sehen wie es heute wird.
Sehr interessant zu beobachten war die Reaktion der Gruppe auf den kleinen Sprung der aufgebaut auf dem Reitplatz steht. Anfangs liefen sie einfach daran vorbei. So und Phili entdeckten ihn als erste. So. sprang ziemlich häufig darüber, drehte sogar manchmal danach um und sprang ein weiteres Mal darüber. Phili folgte ihr. Oder sie liefen im Schritt darüber hinweg. Als nächste folgte Fallada, auch sie ging darüber hinweg, ohne dass ich sie auforderte dies zu tun. Bei So merkte ich richtig, dass es ihr spaß macht, danach galoppierte sie noch schneller und irgendwie schwungvoller. Als ich sie alleine ließ um sich zu wälzen und sie auszulaufen, beobachtete ich, dass So ihre Gruppe zusammen hielt und sie dann alle nach einander im Gänsemarsch über diesen kleinen Sprung im Schritt gingen. Ich wusste schon, dass es physiologisch für Pferde gesund sein kann zu springen, hatte aber nicht damit gerechnet, dass sie auch wirklich freiwillig darüber gehen und selber merken, dass es ihnen gut tut. Wie auch später bei Lacor beobachtet, bin ich mir langsam sicher, dass Pferde ein richtiges Körperbewusstsein haben, sich und ihre Fähigkeiten gerne selber erkunden.
Lacor:
Nach dem putzen vergaß ich das Führen und wollte direkt aufsteigen. Dabei schloss er die Kruppe und hob den Rücken so stark, dass es zu einer Buckelbewegung kam. Da ich an einer ungünstigen Stelle war, sprang ich wieder herunter um ihn ersteinmal an der halblangen Longe zu führen. Frau Sander erklärte mir, dass es bei Pferden die Schwierigkeiten beim Rückenheben haben, oft zu Spannungen kommt, wenn sie es versuchen, um sich ihnen Luft zu machen fangen sie an zu buckeln, was man auch bei jungen Pferden beobachten kann. Dies ist keine böse Absicht oder der Wille den Reiter loszuwerden. In der Mitte der Reitbahn oder auf freiem Gelände stellt dies in der Regel kein Problem dar. Ist man jedoch wie ich an einer ungünstigen Stelle ist es sicherer nocheinmal abzusteigen, um nicht unnötige Risiken auf sich zu nehmen. An der Longe ging er ganz gut, ich musste aber immer darauf achten, dass er Abstand zu mir hält. Bei zweiten Aufsteigen lief alles wie gewohnt. Durch Regen und Wind herrschte auf dem Reitplatz eine große Unruhe. Lacor war ziemlich angespannt und machte Anstalten zu scheuen. Ich merkte aber, dass es keine echte Angst war und konzentrierte mich darauf, dass er sich entspannte. Er reagierte gut darauf, machte den Hals lang und hob immer wieder von selbst den Rücken. Ich ließ ihn machen und so verfiel er selbstständig in Trab und Galopp sobald sein Rücken wieder unten war. Diese Selbsteinschätzung bewunderte ich sehr. Er begann dann jedoch wieder mit dem Rücken zu schwanken und unruhig im Hals zu werden. Hielt ich ihn zur Konzentration an, wurde es schnell besser. Ich ließ ihn auch im Schritt über das kleine Hinderniss gehen und hatte das Gefühl ihm dabei beim Schließen der Kruppe / heben des Rückens zu helfen. Ich denke wir sind auf einem guten Weg, da er wieder mehr auf mich reagiert und nun auch richtig mitarbeitet.
Anna:
Anna hab ich die letzten Tage etwas vernachlässigt und gestern die Quittung bekommen. Ihr rechtes Hinterbein war wieder viel schlechter. Ich longierte sie und hielt sie immer an richtig zu treten. Erst am Ende, nachdem ich sie Seitwärtstreten ließ wurde es besser. Es tut mir leid, Anna, ich kümmere mich wieder mehr um dich!
Fiona:
Da ich sie Vorgestern geritten habe und sie gestern wieder reagierte, als ich sie am Rücken striegelte, beschloss ich sie nur zu longieren. Ich bot ihr das Frei-Springen an. Erst im Schritt, dann Trab, dann Galopp. Auf der rechten Hand machte sie dies wunderbar, sprang sehr schön frei und weit. Auf der linken Hand legte ich es gleich an. Im Galopp sprang sie jedoch zu früh ab und stieß mit den Hinterbeinen an die Stange. Sie galoppierte danach noch weiter, aber etwas steif. Ich ließ sie dann noch einige Runden im Schritt gehen, aber sie blieb noch ein bischen steif, mal sehen wie es heute wird.
11. / 12. / 13. Tag
Wegen Schlaflosigkeit und Tiefdruck, ging es mir das Wochenende über nicht so gut. Ich hielt die Arbeit eher klein. Machte vorallem den Freilauf und kürzere Reiteinheiten.
Freitag, 4. Mai 2007
10. Tag
Fallada:
Fallada war gestern wieder ziemlich nervös. Machte zwar einen langen Hals und lief mit einigermaßen großen Schritten, aber der Schritt war fast doppelt so schnell und sie begann immer wieder zu traben. Ansonsten denke ich, dass wir schon ein Stück weitergekommen sind.
Lacor:
Um endlich seinen Rücken gehoben zu bekommen, ging ich auf den großen Platz und begann zu galoppieren. Dieser Trick funktionierte auch ziemlich gut. Nach den Galoppeinheiten, war der Rücken auch immer oben. Dies hielt er aber nicht sehr lange durch, ich merkte richtig wie er ihn wieder fallen ließ. Heute muss ich mir einen Weg ausdenken, wie ich ihn dazu bringen kann, den Rücken länger zu halten. Vielleicht galoppieren, stehen, galoppieren, also ohne lange Schritteinheiten. Mal sehen.
Anna:
Auf dem Platz war alles gut, ich wollte dann ihre Reaktion vom Vortag im Gelände, nochmal testen und drehte Runden ums Haus. Sie war ein bischen aufgeregt, schaute sich alles ganz genau an und hatte einen ziemlich schnellen und zackigen Schritt, machte aber alles mit und auch wenn sie erschrak zuckte sie nur kurz zusammen, rannte also nicht einfach davon oder so. Ich denke , dass es gewissermaßen auch einfach eine Gewöhnungssache ist.
Fiona:
Fiona schien irgendein Problem mit dem Rücken zu haben. Sie reagierte empfindlich beim putzen und später beim Reiten lief sie anders als sonst. Ihr Rücken war viel bewegter als sonst, sie schaukelte so ein bischen hin und her. Ich blieb also im Schritt, und versuchte wieder Ruhe hinein zu bekommen und dabei aber nicht ihre Bewegungsfreude zu verlieren oder den Rest zu missachten. Am Schluss, war es wieder ganz gut, ich hätte eigentlich noch weitermachen sollen und wollen, aber hatte auf einmal selber Kreuzschmerzen.
Fallada war gestern wieder ziemlich nervös. Machte zwar einen langen Hals und lief mit einigermaßen großen Schritten, aber der Schritt war fast doppelt so schnell und sie begann immer wieder zu traben. Ansonsten denke ich, dass wir schon ein Stück weitergekommen sind.
Lacor:
Um endlich seinen Rücken gehoben zu bekommen, ging ich auf den großen Platz und begann zu galoppieren. Dieser Trick funktionierte auch ziemlich gut. Nach den Galoppeinheiten, war der Rücken auch immer oben. Dies hielt er aber nicht sehr lange durch, ich merkte richtig wie er ihn wieder fallen ließ. Heute muss ich mir einen Weg ausdenken, wie ich ihn dazu bringen kann, den Rücken länger zu halten. Vielleicht galoppieren, stehen, galoppieren, also ohne lange Schritteinheiten. Mal sehen.
Anna:
Auf dem Platz war alles gut, ich wollte dann ihre Reaktion vom Vortag im Gelände, nochmal testen und drehte Runden ums Haus. Sie war ein bischen aufgeregt, schaute sich alles ganz genau an und hatte einen ziemlich schnellen und zackigen Schritt, machte aber alles mit und auch wenn sie erschrak zuckte sie nur kurz zusammen, rannte also nicht einfach davon oder so. Ich denke , dass es gewissermaßen auch einfach eine Gewöhnungssache ist.
Fiona:
Fiona schien irgendein Problem mit dem Rücken zu haben. Sie reagierte empfindlich beim putzen und später beim Reiten lief sie anders als sonst. Ihr Rücken war viel bewegter als sonst, sie schaukelte so ein bischen hin und her. Ich blieb also im Schritt, und versuchte wieder Ruhe hinein zu bekommen und dabei aber nicht ihre Bewegungsfreude zu verlieren oder den Rest zu missachten. Am Schluss, war es wieder ganz gut, ich hätte eigentlich noch weitermachen sollen und wollen, aber hatte auf einmal selber Kreuzschmerzen.
Donnerstag, 3. Mai 2007
9. Tag
Fallada:
Sie war anfangs sehr nervös, vielleicht weil soviel Motorenlärm um uns rum war. Beruhigte sich aber nach und nach und fuhr nur noch gelegentlich etwas hoch. Ich achtete sehr darauf, dass sie immer genügend Zügelspielraum hat um sich nach vorne zu dehnen. Ich bin schon ganz zufrieden mit ihr und habe das Gefühl, schon ein Stück weitergekommen zu sein.
Frau Sander, würden sie sie kontrollreiten??
Fiona:
Selbst die ruhige Fiona war ein bischen nervöser als sonst. Sie machte alles aber gut und souverän. Ich trabte und galoppierte wieder mit ihr und anschließend drehte ich eine Runde ums Haus. Es lief gut.
Anna:
Anna lief wunderbar auf dem Platz, ich hielt mich an die Tipps vom Tag zuvor und alles lief seine Bahnen.
Die Funktionen der Hand, die Tipps waren: Die rechte Hand hat direkten Einfluss auf das rechte Hinterbein, halte ich steten Kontakt mit dem Maul, aktiviere ich das rechte Hinterbein. Aufgefallen ist, dass mein rechter Zügel, aber immer die Tendenz zum durchhängen hat, es lässt sich also vermuten, dass das schwache rechte Bein, auch meinen Zügel beeinflusst, ich ihn also unbewusst mehr durchhängen lasse. Wenn ich mich also konzentriere und ihn aktiv halte, halte ich im Rückschluss auch das Pferdebein aktiv. Der äußere Zügel gibt die Richtung an, hierbei soll der innere Zügel keine Rolle spielen. Dieser stellt lediglich beim Stellen des Genicks eine Rolle, wird also nur eingesetzt, wenn das Pferd sein Genick/ seinen Hals nicht in der gewünschten Richtung / Haltung trägt. Bewege ich mich nun auf der rechten Hand, muss ich mir bewusst sein, dass wenn ich den rechten Zügel betätige, nicht die Richtung anweise sondern das rechte Hinterbein betätige, dies ist vorallem auch eine mentale Sache. Auf der linken Hand, kann der innere Zügel durchaus auch mal durchhängen, da er wenn das Pferd sein Genick richtig gestellt hat, keine Funktion hat.
Beim anschließenden Ritt um das Haus, war sie sehr nervös, scheute vor stehenden Autos, wollte nicht an Jack und Sam vorbeigehen etc. Ich frag mich, wieso sie gestern so gescheut hat und sonst noch nie???
Walki:
Sie schien es zu genießen geputzt zu werden. Da sie immer noch sehr verschwitzt war spritzte ich sie ein bischen ab, was ihr nciht so gefiel und ließ sie sich draußen auf dem kleinen Platz welzen. Als ich nach dem füttern an ihrer Box vorbei ging, hatte ich irgendwie das Gefühl, dass sie danke sagen wollte, sie hörte auf zu fressen und streckte ihren Kopf zu mir her, ich weiß nicht, ob man Pferde so vermenschlichen kann/darf/soll, aber ich hatte irgendwie so dass Gefühl.
Sie war anfangs sehr nervös, vielleicht weil soviel Motorenlärm um uns rum war. Beruhigte sich aber nach und nach und fuhr nur noch gelegentlich etwas hoch. Ich achtete sehr darauf, dass sie immer genügend Zügelspielraum hat um sich nach vorne zu dehnen. Ich bin schon ganz zufrieden mit ihr und habe das Gefühl, schon ein Stück weitergekommen zu sein.
Frau Sander, würden sie sie kontrollreiten??
Fiona:
Selbst die ruhige Fiona war ein bischen nervöser als sonst. Sie machte alles aber gut und souverän. Ich trabte und galoppierte wieder mit ihr und anschließend drehte ich eine Runde ums Haus. Es lief gut.
Anna:
Anna lief wunderbar auf dem Platz, ich hielt mich an die Tipps vom Tag zuvor und alles lief seine Bahnen.
Die Funktionen der Hand, die Tipps waren: Die rechte Hand hat direkten Einfluss auf das rechte Hinterbein, halte ich steten Kontakt mit dem Maul, aktiviere ich das rechte Hinterbein. Aufgefallen ist, dass mein rechter Zügel, aber immer die Tendenz zum durchhängen hat, es lässt sich also vermuten, dass das schwache rechte Bein, auch meinen Zügel beeinflusst, ich ihn also unbewusst mehr durchhängen lasse. Wenn ich mich also konzentriere und ihn aktiv halte, halte ich im Rückschluss auch das Pferdebein aktiv. Der äußere Zügel gibt die Richtung an, hierbei soll der innere Zügel keine Rolle spielen. Dieser stellt lediglich beim Stellen des Genicks eine Rolle, wird also nur eingesetzt, wenn das Pferd sein Genick/ seinen Hals nicht in der gewünschten Richtung / Haltung trägt. Bewege ich mich nun auf der rechten Hand, muss ich mir bewusst sein, dass wenn ich den rechten Zügel betätige, nicht die Richtung anweise sondern das rechte Hinterbein betätige, dies ist vorallem auch eine mentale Sache. Auf der linken Hand, kann der innere Zügel durchaus auch mal durchhängen, da er wenn das Pferd sein Genick richtig gestellt hat, keine Funktion hat.
Beim anschließenden Ritt um das Haus, war sie sehr nervös, scheute vor stehenden Autos, wollte nicht an Jack und Sam vorbeigehen etc. Ich frag mich, wieso sie gestern so gescheut hat und sonst noch nie???
Walki:
Sie schien es zu genießen geputzt zu werden. Da sie immer noch sehr verschwitzt war spritzte ich sie ein bischen ab, was ihr nciht so gefiel und ließ sie sich draußen auf dem kleinen Platz welzen. Als ich nach dem füttern an ihrer Box vorbei ging, hatte ich irgendwie das Gefühl, dass sie danke sagen wollte, sie hörte auf zu fressen und streckte ihren Kopf zu mir her, ich weiß nicht, ob man Pferde so vermenschlichen kann/darf/soll, aber ich hatte irgendwie so dass Gefühl.
8.Tag
Die Arbeit mit Fallada, Fiona und den Gruppen war ohne große nennenswerte entwicklungen.
Pinocchio:
Wie erwähnt, hatte ich das Gefühl, er langweile sich langsam an der kurzen Longe. So versuchten wir das Freispringen. Mir fehlte aber die Technik um das richtig anzugehen, insofern war es ein Kuddelmuddel. Er wich anfangs nicht nach innen sondern nach außen aus, wo jedoch nicht soviel Platz ist, das heißt er stolperte dann so halb über den Sprung drüber... Dann hielt ich ihn weiterrein aber er drängte nach außen, also Richtung Sprung, hatte aber nicht genug Tempo, so dass er dacor stehen blieb. Als ich ihn richtig motivierte, sprang er dann schön darüber, auf beiden Händen. Es ist glaub ich gut, wenn ich das heute mit Frau Sander mache, um ein besseres Vorgehen zu erlernen.
Anna:
Bei ihr machten wir den Versuch, ich reite und spreche, erzähle Frau Sander die nebenher läuft, was ich tue. Anfangs, war es gar nicht so leicht zu beschreiben, was ich im einzelnen tue, vieles passiert ja aus einem automatismus heraus. Aber ich gewöhnte mich einigermaßen daran und ich fand die "Übung" gut, da ich mir wirklich bewusst machen musste, was ich denn eigentlich da tue. Was mir glaub ich auch sehr geholfen hat, war die anschließende "Reitstunde", Frau Sander erklärte mir nochmal die genauen Funktionen jeder Hand.
Außerdem fingen wir mit der großen Acht an, und sie half mir dabei, das hat mich sehr gefreut und mir glaub ich auch sehr geholfen.
Lacor:
Mit Lacor dagegen, war es nicht so einfach. Er klemmte, war unruhig im Hals, und machte keine Anstalten seinen Rücken auch nur einen Zentimeter zu heben. Ich weiß nicht woran das lag, aber mich enttäuschte sein Verhalten sehr. In diesem Moment konnte ich nicht richtig damit umgehen, ich vermute, dass es hauptsächlich an dem monatlichen Hormoncocktail lag. Ich bin mir aber sicher, dass wir diesen Punkt wieder überwinden.
Pinocchio:
Wie erwähnt, hatte ich das Gefühl, er langweile sich langsam an der kurzen Longe. So versuchten wir das Freispringen. Mir fehlte aber die Technik um das richtig anzugehen, insofern war es ein Kuddelmuddel. Er wich anfangs nicht nach innen sondern nach außen aus, wo jedoch nicht soviel Platz ist, das heißt er stolperte dann so halb über den Sprung drüber... Dann hielt ich ihn weiterrein aber er drängte nach außen, also Richtung Sprung, hatte aber nicht genug Tempo, so dass er dacor stehen blieb. Als ich ihn richtig motivierte, sprang er dann schön darüber, auf beiden Händen. Es ist glaub ich gut, wenn ich das heute mit Frau Sander mache, um ein besseres Vorgehen zu erlernen.
Anna:
Bei ihr machten wir den Versuch, ich reite und spreche, erzähle Frau Sander die nebenher läuft, was ich tue. Anfangs, war es gar nicht so leicht zu beschreiben, was ich im einzelnen tue, vieles passiert ja aus einem automatismus heraus. Aber ich gewöhnte mich einigermaßen daran und ich fand die "Übung" gut, da ich mir wirklich bewusst machen musste, was ich denn eigentlich da tue. Was mir glaub ich auch sehr geholfen hat, war die anschließende "Reitstunde", Frau Sander erklärte mir nochmal die genauen Funktionen jeder Hand.
Außerdem fingen wir mit der großen Acht an, und sie half mir dabei, das hat mich sehr gefreut und mir glaub ich auch sehr geholfen.
Lacor:
Mit Lacor dagegen, war es nicht so einfach. Er klemmte, war unruhig im Hals, und machte keine Anstalten seinen Rücken auch nur einen Zentimeter zu heben. Ich weiß nicht woran das lag, aber mich enttäuschte sein Verhalten sehr. In diesem Moment konnte ich nicht richtig damit umgehen, ich vermute, dass es hauptsächlich an dem monatlichen Hormoncocktail lag. Ich bin mir aber sicher, dass wir diesen Punkt wieder überwinden.
Dienstag, 1. Mai 2007
7.Tag
Fallada:
Sie hat auf jeden Fall Fortschritte gemacht. Sie lief von Anfang an ruhig und mit langem Hals. Ich habe auch das Gefühl, dass sie besser unter den Schwerpunkt tritt. Nachdem es im Schritt gut ging, habe ich einen kurzen Trab gewagt. Es ging schon ganz ok, danach brauchte sie aber wieder eine Runde um sich wieder zu entspannen. Vielleicht war das noch zu früh.
Fiona:
Mit ihr machte ich viele Hufschlagfiguren und versuchte immer länger am Stück zu traben. Sowie kurze Galoppeinheiten auf beiden Händen. Alles klappte eigentlich ganz gut.
Lacor:
Beim ersten Reiten im Innenhof, verhielt er sich wieder so, wie ganz am Anfang, als ich begonnen habe ihn zu reiten. D.h. er klemmte sehr, war unglaublich unruhig in Kopf und Hals, Kopf auch, da er immer mit der Trense rumknatscht, wirkte alles in allem auch sehr unwillig und lustlos. Beim zweiten Reiten, bin ich auf den großen Reitplatz gegangen. Dort war es direkt besser, aber dieser bessere Zustand hielt nicht allzulange an. Dann verfiel er wieder in seinen "schlappenden" Trott. Ich finde einfach keinen Weg ihn von hinten zu mobilisieren. Es ist sicher sehr gut, wenn er nun zweimal geritten wird, das erste Mal von Frau Sander, das zweite Mal von mir.
Pinocchio:
Er ging wieder an der halblabgen Longe. Im Grunde ganz gut, aber ich muss ihn nach wie vor immer und immer wieder ermahnen. Ich denke wir müssen noch etwas anderes hinzunehmnen, er wirkte gestern auch etwas frustriert, vielleicht longier ich ihn mal draussen auf dem kleinen Zirkel....
Anna:
Ich übernahm sie von Frau Sander. Sie lief sehr gut. Wieder entspannt, leicht zu führen, konzentriert im Trab, ruhig. Wirkte auch ziemlich gerade....
Sie hat auf jeden Fall Fortschritte gemacht. Sie lief von Anfang an ruhig und mit langem Hals. Ich habe auch das Gefühl, dass sie besser unter den Schwerpunkt tritt. Nachdem es im Schritt gut ging, habe ich einen kurzen Trab gewagt. Es ging schon ganz ok, danach brauchte sie aber wieder eine Runde um sich wieder zu entspannen. Vielleicht war das noch zu früh.
Fiona:
Mit ihr machte ich viele Hufschlagfiguren und versuchte immer länger am Stück zu traben. Sowie kurze Galoppeinheiten auf beiden Händen. Alles klappte eigentlich ganz gut.
Lacor:
Beim ersten Reiten im Innenhof, verhielt er sich wieder so, wie ganz am Anfang, als ich begonnen habe ihn zu reiten. D.h. er klemmte sehr, war unglaublich unruhig in Kopf und Hals, Kopf auch, da er immer mit der Trense rumknatscht, wirkte alles in allem auch sehr unwillig und lustlos. Beim zweiten Reiten, bin ich auf den großen Reitplatz gegangen. Dort war es direkt besser, aber dieser bessere Zustand hielt nicht allzulange an. Dann verfiel er wieder in seinen "schlappenden" Trott. Ich finde einfach keinen Weg ihn von hinten zu mobilisieren. Es ist sicher sehr gut, wenn er nun zweimal geritten wird, das erste Mal von Frau Sander, das zweite Mal von mir.
Pinocchio:
Er ging wieder an der halblabgen Longe. Im Grunde ganz gut, aber ich muss ihn nach wie vor immer und immer wieder ermahnen. Ich denke wir müssen noch etwas anderes hinzunehmnen, er wirkte gestern auch etwas frustriert, vielleicht longier ich ihn mal draussen auf dem kleinen Zirkel....
Anna:
Ich übernahm sie von Frau Sander. Sie lief sehr gut. Wieder entspannt, leicht zu führen, konzentriert im Trab, ruhig. Wirkte auch ziemlich gerade....
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