Donnerstag, 12. April 2007

28. Tag

Lacor:
Gestern bin ich mit ihm wieder auf den großen Reitplatz gegangen. Diesmal war er viel schneller entspannt. Wir begangen sozusagen an dem Punkt, an dem wir vorgestern aufgehört haben. Er bewegte sich geschmeidig und freier. Auf der rechten Hand war der Galopp anfangs noch etwas holperig. Auf der langen Seite galoppierte er ziemlich schnell und war etwas schief, der Sattel rutschte immer wieder auf die rechte Seite. Ich lies ihn dann auf dem Zirkel galoppieren und achtete, dass er den Hals schön in Gangrichtung hielt. Nach der zweiten Runde wurde er immer geschmeidiger und ruhiger. Danach ging auch der Galopp auch auf der langen Seite besser. Wenn er am langen Zügel ging, lief er sehr gut Vorwärts. Sobald ich die Zügel wieder annahm, verlangsamte er seinen Schritt wieder. Ich ließ ihn dann noch durch die Mitte der Bahn gehen. Anfangs war er etwas verwirrt und schien schwierigkeiten zu haben Gerade zu gehen. Am Ende der Bahn ging es aber schon ziemlich gut. Er behielt auch seinen Hals gerade. Bei dem kleinen Ausritt wurde deutlich, dass er insgesammt einen eher langsamen Schritt hat. Da er eher schreckhaft ist, freute ich mich, dass er das draussen so gut machte.

Anna:
Sie wollte ich nur longieren, da sie aber nach wie vor rossig ist und immer an Pippin, Lacor und "Alasaro" vorbei musste, war sie sehr unwillig, unkonzentriert. Ich beendete das Longieren ziemlich schnell und brachte sie auf die Weide.

Mittwoch, 11. April 2007

27. Tag

Lacor:
Mit ihm startete ich den Versuch nach oben auf den großen Reitplatz zu gehen. Anfangs war er wahnsinnig nervös. Machte nur ganz kleine Schrittchen und scheute vor allem zurück. Besonders gefährlich waren für ihn weiße Stützen um die Cavaletti aufzulegen, an dieser Stelle wollte er gar nicht mehr gehen und riss hin und wieder große Sätze zur Seite. Nach und nach gewöhnte er sich aber an den Platz, wurde immer ruhiger, was aber auch zur folge hatte, dass er wieder nicht richtig Vorwärts ging. Außerdem schlug er immer mit dem Kopf, streckte ihn ganz weit nach unten, dann ruckartig wieder nach oben. Ich ritt die meiste Zeit mit der Zügelhand in der mitte seines Halses, damit er nicht denken muss, ich halte ihn mit den Zügeln. Alles in allem war das erste Reiten draußen ok, aber hat auch ein gewisses Frustlevel meinerseits mitgebracht, da ich nicht mehr wusste, was ich machen soll. Er zeigte einfach keine Bewegungsfreude, obwohl er mittlerweile super schön läuft, er hebt auch seinen Rücken nicht wirklich.
Ich entschloss mich später ein zweites Mal zu reiten um den Tipp Frau Sanders umzusetzten, durch Trab und Galopp seinen Rücken zu stärken, ihn dort Vorwärtszureiten und durch den Galopp das Heben des Rückens zu vereinfachen. Dieser Plan ging wunderbar auf. Er bot von sich aus den Galopp an und fuhr richtig hoch. Es war noch ein bischen holperig und unkoordiniert, aber ich hatte wirklich das Gefühl, dass es ihm Spaß macht. Der Trab wurde immer geschmeidiger und ausgreifender (ich hätte noch Stunden weitertraben können), außerdem reagierte er viel besser, ich ritt eine Acht im Trab, die relativ klein war. Der Schritt am langen Zügel zum abkühlen, war richtig flott und entspannt. Wenn wir da heute wieder ansetzten könnten, wäre das super! Das Kopfschlagen wurde auch sehr viel besser. Er trug ihn anschließend ruhig und oben, begann eine leichte Anlehnung. Ich habe sein Gebiss gewechselt und denke , dass diese verbesserungen daher kommen. Das andere Gebiss ist noch einmal ein Stück weicher als das andere, dass Gummi ist biegsam. Außerdem hab ich das ganze Zaumzeug etwas länger eingestellt, vielleicht war das andere auch ein bischen klein und drückte auf seinen Nacken, wo er eh schon immer Probleme hat. Mal sehen wie es heute läuft.

Anna:
Mit Anna ist Vorgestern irgendetwas passiert. Sie fühlte sich ganz anders unter dem Sattel an, hat ihren Rücken gehoben, war ruhig im Hals und Kopf, lief irgendwie leicht. Auch der Trab war sehr schön, ruhig ohne zu rennen. Ich konnte gut aussitzen, wobei ich relativ schnell Seitenstechen bekam. Bei Leichttraben wurde sie noch ein Stück leichter. Es hat richtig Spaß gemacht mit ihr zu Reiten.

Montag, 9. April 2007

26. Tag

Lacor:
Ich habe ihn heute erst longiert. Er lief gut Vorwärts und auch sein Hals blieb besser nach innen als sonst. Beim Trab auf der rechten Hand hustete er ab und schnaubte ein paarmal kräftig ab.
Nach einer Pause begann ich mit führen, auch hier lief er wieder gut Vorwärts. Unter dem Sattel, musste ich ihn dann jedoch wieder kräftig antreiben. Ich freue mich schon auszuprobieren, wie er auf dem großen Platz gehen wird. Ich habe das Gefühl, dass es ihm dort leichter fallen wird. Auch das longieren auf dem kleinen Zirkel war vielleicht auch nicht so gut, er muss sich da schon sehr biegen.

Anna:
Trotz einer großen Unruhe um sie herum, da ihre Gruppe auf die Weide kam, war es heute wieder super sie zu reiten. Wobei ich wieder das schiefe Genick bemerkte. Ich trabte wieder mal an und diesmal rannte sie gar nicht mehr davon, ließ mich sogar wunderbar aussitzen. Ich machte die große Acht und ließ es dann dabei, da ich nichts übertreiben wollte. Auf dem ritt hinunter zur Weide blieb sie erstaunlich ruhig.
Ich denke die Wochenendpause hat ihr gut getan, ich hab sie Samstag nur longiert und Sonntag stand sie ganz.

Freitag, 6. April 2007

24. Tag

Das Reiten auf/ mit Lacor hat wunderbar geklappt. Er läuft immer besser und wird auch immer aufgeweckter. Sein Hals ist ruhig, er läuft im Schultervor etc.
Er hat aber große Probleme damit seinen Kopf zu drehen, wenn man ihn nimmt und zur Seite biegt, dann biegt sich Lacor im mittleren Halsabschnitt. Als Frau Sander ihm zeigte, dass er nur den Kopf drehen soll, schloss er die Augen und leckte sich. Er wurde beim Einreiten überdreht/dehnt, so dass er große Schmerzen hatte. Er hat nach wie vor Probleme mit seinem Kopf, hält ihn immer ganz nach oben und entzieht sich so. Bei Frau Sander hielt er ganz ruhig und schien, diese neue Möglichkeit zu genießen. Ich bin noch nicht soweit mit ihm, von mir ließ er das nicht machen.

Anna: wurde von Frau Sander geritten. Ich bin auf ihren Bericht gespannt.

Donnerstag, 5. April 2007

22./23. Tag

Ich fasse diese beiden Tage zusammen, da vorallem bei Lacor die "Abnahme" Frau Sanders wichtig war.

Lacor:
Er läuft immer besser, von Tag zu Tag ist eine Steigerung zu spüren. Er tritt nun so gut wie immer unter den Schwerpunkt, sein linkes Hinterbein hat nur noch alle paar Schritte eine Verzögerung, sein Hals ist ruhiger und ich Gangrichtung, sein Rücken schwankt nur noch sehr sehr selten. Erstaunlich ist, dass er gerne im Innenhof galoppiert, obwohl er so enge Wendungen machen muss und das bei seiner Größe nicht so leicht ist. Aber er geht gerne in den galopp, auf der rechten Hand ist es flüssig und schwungvoll, links hat er noch Probleme, da galoppiert er nicht ganz so gleichmäßig. Das nächste an dem wir arbeiten müssen ist, dass er seinen Rücken und seinen Hals an der Halsbasis mehr hebt. Da es dies bei Frau Sander macht, muss ich nun einen Weg finden ihm zu sagen, dass ich das auch möchte. Wie weiß ich noch nicht. Ich habe ihn gestern zweimal geritten und beim zweiten Mal lief er noch flüssiger, ich bin mir nicht sicher, ob er das da vielleicht schon gemacht hat.

Anna:
Tag 22 war super. Sie lief wunderbar, sogar im Trab. Es war, als ob sie sich endlich gefunden hätte. Es gab nichts, was ich beanstandet hätte, ihr Hals war viel ruhiger, sie lief im Schultervor, reagierte auf kleinste Hilfen, alles in allem wirkte sie sehr konzentriert, was gestern überhaupt nicht der Fall war. Ich hatte viele Schwierigkeiten mit ihr. Was heute rauszufinden gilt, ist ob ich sie am Tag zuvor überanstrengt hatte und sie es nicht besser konnte, oder ob es an ihrer Tagesform und/oder ihrer Rossigkeit lag. Auf jeden Fall wirkte sie sehr unkonzentriert, der Hals war wieder unruhig, im Trab rannte sie, manchmal aber lief sie wieder gut dann wieder nicht.Erst als ich sie mit Beinen und Zügel einrahmte und die Zügel auch relativ kurz nahm, wurde es besser. Dann hörte ich aber auf, da sie ein paar Runden gut ging und ich es nicht übertreiben wollte. Ich bin auf heute gespannt.

Dienstag, 3. April 2007

21. Tag

Lacor:
Beim freien laufen, lief er erst im Schritt mir hinterher, im Trab in einem Zirkel um mich herum. Er wusste erst nicht so genau, was ich von ihm will, er wirkte etwas "schüchtern". Als ich ihn angaloppierte, blieb er auch auf seinem Zirkel, ganz ordentlich. Ich lockerte ihn etwas auf, indem ich ihm in den Weg trat oder mitrannte, er wirkte dann wie befreit, machte Hüpfer (hintenhoch) und galoppierte streckenweise ziemlich schnell, er lief dann auch von alleine. Danach liefen wir noch gemeinsam ein paar Runden im Schritt.
Beim Reiten war er schon ein bischen freier. Lief Rundenweise recht gut im Vorwärts ohne wieder zu schwanken anzufangen. Seine Halsstellung hatte ich auch besser im Griff. Während dem Trab hat er paarmal Anzeichen von Galopp gemacht, da ich aber dachte, es sei noch zu früh, hielt ich ihn zurück, als ich dann wusste, dass es kein Problem ist, wenn er galoppiert, ließ ich ihn und ab da wollte er nicht mehr.
Ich hatte gestern keine Rückenschmerzen nach dem Reiten.

Anna:
Sie lief fast so gut wie gestern, ein bischen unmotivierter. Ihr scheint das Herumspringen gut zu tun, aber vielleicht strengt es sie auch noch ziemlich an, möglicherweise hatte sie gestern ein bischen Muskelkater. Bei ihr merke ich immer meine Fehler und defiziete. Ich dachte ich hätte meine Fersen mittlerweile im Griff, aber ich hatte mich unbewusst wieder in die alte Haltung gemogelt, als ich wieder verstärkt darauf acht gab, merkte ich, dass in meinen Gelenken einen sehr begrenzten Spielraum, ich kann sie nicht weiter nach unten halten als bis zu einem bestimmten Punkt, hier muss ich mich wieder verstärkt gymnastizieren. Es gibt irgendwelche Muskeln, die die Ferse nach oben halten, ich hab noch nicht herausgefunden welche das sind. Der zweite Punkt, war das Antraben, Anna ist zum Teil immer losgestürmt, da ich sozusagen alles weggeschmissen habe. Ich falle nach vorne und geb den Zügelkontakt auf. Darauf hab ich mich anschließen konzentriert. Wenn ich den Kontakt zum Maul behielt, klappte es wunderbar, wenn nicht, stürmte sie los. Außerdem spürte ich ihre Schiefe sehr deutlich, da der Sattel ja nicht festangezogen wird und sie die Schiefe nach rechts hat, rutschte ich immer weiter nach rechts. Es gab einen Punkt da ging es dann ganz schnell und ich musste schauen, mich ganz nach links zu legen um nicht ganz herunterzurutschen. Die anschließenden Runden im Schritt nutzte ich um wieder verstärkt auf das Schultervor und die korrekte Biegung zu achten.

Montag, 2. April 2007

20. Tag

Wegen schlechten Wetters, musste wir die Arbeitsfreien Tage vor ziehen. Freitag und Samstag waren wir gar nicht im Stall. Sonntag, gestern, ging es dann wieder los.

1) Araber auf dem Platz frei laufen lassen.
2) Die Gruppe um Pinocchio frei laufen lassen.
Hier war sehr schön zu beobachten, dass die Pferde wie in den zweier Gruppen zusammenbleiben. Außerdem die unterschiedlichen Charaktere, bzw Körpereigenschaften. So sah man deutlich die gewaltige Kraft der Hinterhand bei Walk on Top und Pepita, was sie zu eher unberechenbaren Reitpferden macht, da sie genau wissen wie sie diese Kraft einzusetzten haben. Deutlich wurde auch, wie viel spaß es ihnen gemacht hat und dass es ihnen auch gut tut. Wir werden dies nun öfters wiederholen.

Lacor:
Ich beschrieb das letzte mal ja, dass er eher "faul" wäre. Gestern war dies anfangs auch der Fall, aber mit Hilfe von Frau Sander, haben wir die Ursache, höchstwahrscheinlich, gefunden. Seinen schwankenden Rücken hatte ich ja ziemlich im Griff, das war wieder gut, wenn ich ihn jedoch antrieb, verstärkte es sich. Frau Sander ist dann hinterhergelaufen, und bemerkte, dass er oft nicht sauber unter den Schwerpunkt trat, als ich mich dann darauf konzentrierte wurde es immer besser und er lief flüssiger. Auf der rechten Hand, hatte er eine leichte Verzögerung im linken Hinterbein. Etwas klemmte. Als dies besser wurde, wurde Lacor auch freier. Das war wohl der Grund. Er klemmte, da er irgendein Problem hatte, und sich dann auch nicht recht traute, er war also keineswegs faul. Nachdem er dann freier lief, kaute er auch ab.
Ich werde ihn heute auch frei laufen lasse, vielleicht muss er etwas bocken/springen etc. um diese Verklemmung weiter zu lösen.
Ich weiß noch nicht warum, aber ich habe nach dem Reiten auf Lacor immer leichte Rückenschmerzen.

Anna:
Da sie auch in der Gruppe um Pinocchio war, musste ich sie nicht mehr longieren. Sie lief wunderbar frei und ständig im Vorwärts, ohne zu eilen. Woran ich ständig dran war, war ihr Hals, er war ziemlich unruhig. Sie schaute gerne nach rechts und links. Nach ein paar Runden, war dies aber auch schon viel besser. Ich denke, dass das freilaufen ihr sehr gut getan hat. Ich würde gerne heute mal ihr Hinterbein kontrollieren. Und vielleicht ist sie auch bereit zu traben, gestern hatte es den Anschein.